Anti-AKW-Mahnwache bewegt viele Hagener auf den Friedrich-Ebert-Platz
(Radio58 / HL.) Obwohl sich an diesem Montag um 18:00 Uhr im ganzen Land die Menschen zu Mahnwachen zu Fukushima und einem Atomausstieg trafen, war es in Hagen eine recht spontane Aktion, die dennoch (nicht nur aus der Sicht der Organisatoren) als Erfolg verzeichnet werden konnte.
Miriam Kleemann-Adolphs hatte an diesem Montag vom Aufruf zu den Mahnwachen gehört und sich spontan angesprochen gefühlt, eine solche Aktion hier in Hagen anzumelden und dazu aufzurufen. Aufgrund der spontanen Idee und der damit verbundenen geringen Zeit bis zum Abend hatte sich Miriam Kleemann-Adolphs nicht träumen lassen, dass es so viele Hagener jeder Generation werden würden, die sich schon vor 18:00 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz versammelten. Daher hatte sie die für 30 Minuten angesetzte Mahnwache mit einer zu erwarteten Personenzahl von zehn angegeben. Am Ende waren es über einhundert Menschen die dem Ruf folgten. Sicherlich viel mehr wären es gewesen, wenn noch mehr Menschen davor erfahren hätten. Denn, sicherlich waren auch einige Vertreterinnen und Vertreter der Hagener Fraktionen vertreten, das Gros waren aber Menschen die einfach ihrer Angst, Trauer und Wut Luft machen wollten. Wobei die Mahnwache im absolut friedlichen und stillen Stil verblieb. Viele Menschen kamen mit Kerzen und einige mit schnell gebastelten Transparenten. Viele Eltern kamen mit ihren Kindern. Spontane Diskussionen ergaben sich unter Menschen, die sich zuvor offensichlich noch nicht kennengelernt hatten, die gemeinsamen Gedanken führten sie zusammen. Und immer wieder die Frage “…muß denn erst so etwas wie in Japan passieren, damit die Politiker und die Konzerne wach werden?” Diese Frage verneinte Joachim Riechel (Bündnis 90 / Die Grünen)
Joachim Riechel dazu im Radio58-Gespräch hier hören
der auch die Hagener lobte, die sich in verhältnismäßig so großer Zahl zu der Mahnwache einfanden.
Die Gesichter und die Gespräche am Montagabend zeigten, dass das was aktuell in Japan geschehen ist und geschieht die Menschen tief bewegt und nicht als pures Medienspektakel abgetan wird.
Bei der einen Mahnwache soll es nicht bleiben. Miriam Kleemann-Adolphs kündigte an, diese Aktion zu wiederholen; vielleicht sogar täglich.